Flokatiteppich über Hirn

So beschreibt Frank Patalong in seinem Artikel “Beamer an, Hirn aus” den Effekt zahlreicher Powerpoint Präsentationen.

Gerade sitze ich selbst über der Aufgabe, eine Präsentation vorzubereiten, die Teil eines zweitätigen Workshops ist. Wie schafft man es da, die Teilnehmer bei der Stange zu halten? Erleichternd ist im konkreten Fall, dass es sehr viele praktische Anteile geben wird, aber zum Inhalt gehört nun mal auch theoretische Wissensvermittlung.

Vorbereitete Präsentationen haben ja auch den “Charme”, dass sie dem Vortragenden als Gedankenstütze dienen, sozusagen als Hirnkrücke. Aber für den Zuhörer stellt genau dies den Hinkefuß dar. Denn Präsentationen, in denen lediglich vorgelesen wird, was eh an der Wand steht, sind grauselig.

Der Kunde bezahlt für den Workshop. Unter Umständen bemisst er den geleisteten Aufwand auch -- unbewusst -- am Umfang der Folien. Um so wichtiger ist dann der souveräne Vortrag. Außerdem läuft man beim sparsamen Einsatz von Powerpoint “Gefahr”, dass die Zuhörer tatsächlich mitbekommen, was man da erzählt. So etwas wie in dem folgenden Video werde ich mir wohl nicht erlauben können:

In diesem Sinne also “frisch, fromm, fröhlich, frei” ans Werk.

5 comments to Flokatiteppich über Hirn

  • Ich sage ja schon seit Jahren: “Möchten Sie inhaltlich etwas mitteilen oder verwenden Sie PowerPoint?” ;-)

  • Christoph Kania

    @Christian: Chicken chickens chickened chicken.

  • Josef Markgraf

    Was hier vielleicht auch helfen könnte, sind mehrere Pecha Kucha Vorträge zur Vermittlung der notwendigen Theorie innerhalb des Workshops. Ansonsten wird voraussichtlich, wie der Name schon sagt, gemeinsam an Themen gearbeitet ;-)
    Auf der JAX 2009 soll Pecha Kucha gut angenommen worden sein.

  • Markus Singer

    In einem Beitrag verweiste der Blog “Presentation Zen” vor kurzem auf auf Tipps zu Pecha Kucha Präsentationen. Das sind durchaus Tipps, die man auch in normalen Präsentationsszenarien beherzigen kann und sollte.

  • Wasili

    Das Licht auszuschalten ist natürlich ein probates Mittel um die Anwesenden in das Land der Träume zu befördern.

    So gibt es später auch keine lästigen Fragen. Zwischendurch ebenfalls nicht.

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