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	<title>Valtech Blogs &#187; telematics</title>
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		<title>Warum Continental mit Android den richtigen Weg beschreitet</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 14:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingomar Otter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie vor kurzem bekannt wurde plant Continental mit &#8216;AutoLinQ&#8217; Automobil Infotainment Endgeräte auf Basis der Android Plattform anzubieten.
Ich kann Conti zu diesem Schritt nur beglückwünschen.
Die aktuelle Situation bei &#8220;Diensten im Fahrzeug&#8221; ist eher entäuschend.  Nur wenige Hersteller bieten überhaupt Online-Dienste an, wenn dann sind diese übersichtlich und in ihrer Ausführung und insbesondere Integrationsmöglichkeiten deutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie vor kurzem <a href="http://www.eetimes.com/rss/showArticle.jhtml?articleID=217800032">bekannt wurde</a> plant Continental mit <a href="http://www.conti-online.com/generator/www/de/en/continental/automotive/themes/passenger_cars/interior/connectivity/autolinq/pi_autolinq_en%3BtabNr=.html">&#8216;AutoLinQ&#8217;</a> Automobil Infotainment Endgeräte auf Basis der <a href="http://www.android.com/">Android</a> Plattform anzubieten.<br />
Ich kann Conti zu diesem Schritt nur beglückwünschen.</p>
<p>Die aktuelle Situation bei &#8220;Diensten im Fahrzeug&#8221; ist eher entäuschend.  Nur wenige Hersteller bieten überhaupt Online-Dienste an, wenn dann sind diese übersichtlich und in ihrer Ausführung und insbesondere Integrationsmöglichkeiten deutlich begrenzt.  Hier hat nach der vor einigen Jahren verfolgten &#8220;Walled Garden Portalstrategie&#8221; (BMW/Mercedes)  ein gewissen Ernüchterung eingesetzt. Eine alternative, erfolgversprechende Strategie ist bei keinem Hersteller deutlich erkennbar. Andere (Mercedes) scheinen  die Flinte vorerst ganz ins Korn geworfen zu haben.</p>
<p>BMW betätigt sich mit dem neuen 7er als (scheinbarer) Vorreiter, hier ist ein vollwertiger Browser im Fahrzeug verfügbar.<br />
Damit können zumindest theoretisch fast alle im Internet verfügbaren Dienste im Fahrzeug genutzt werden.<br />
Nun ist ein Auto aber kein PC. Die Bedienungsmöglichkeiten sind sowohl physisch (keine Tastatur, kein einfaches Zeigegerät) als auch durch den Ort (Problematik der Ablenkung des Fahrers) eingeschränkt.</p>
<p>Eine durchaus vergleichbare Situation existierte schonmal im Mobilfunksektor. Auch hier gibt es Einschränkungen bei der Präsentation von Inhalten sowie bei der Bedienung. Auch hier gab es  Versuche speziell für mobile Endgeräte Dienste (kostenpflichtig) anzubieten.<br />
Rückblickend  sind die Telcos -zumindest in Deutschland mit T-Zones und Vodafone Live!  &#8211; hinsichtlich Nutzerakzeptanz weitgehend gescheitert.  Dies Dienste waren langsam, häufig minderwertig, nicht preiswert und nie wirklich auf der Höhe der Zeit &#8211; u.a. die Konsequenz aus dem gewählten Walled-Garden Ansatz.</p>
<p>Mittlerweile hat sich die Situation hier drastisch verändert.<br />
Die Netze sind schneller geworden. Apple hat mit dem iPhone die Usability und die Content-Distribution revolutioniert. Nicht das es nicht alles was ein iPhone ausmacht nicht schon vorher gegeben hätte, auch Musik- und Applikationsdownloads waren möglich. Aber erst ein Quereinsteiger hat es verstanden die Bedienung so aufzubereiten das diese Funktionien einfach und damit praktisch nutzbar wurden.<br />
Das Ergebniss ist bekannt: In kürzester Zeit entstand ein Flut von (teilweise sehr innovativen) Anwendungen. Andere folgen: Nokia versucht sich an einer eigenen Content Distribution namens OVI.  Google bzw. das Andriod Konsortium beschreiten eine ähnlichen, wenngleich quelloffenen Ansatz. Motorola siecht wie immer dahin.<br />
Heutzutage ist es häufig nicht nur  das iPhone selbst das einen iPhone Anwender zum Fan werden lässt sondern die lokal installierten Anwendungen die darauf laufen. Diese sorgen dafür das  die Nutzung von Sites wie Facebook, Flickr, Twitter, Salesforce, Blogs, Tageszeitungen, E-Mail etc. die zwar über den eingebauten Browser grundsätzlich möglich sind auf dem Telefon mittels geeigneter &#8211; an die Gegebenheiten des Gerätes angepasster &#8211; Software zu einem erfreulichen Erlebnis werden lassen.</p>
<p>Was bedeutet dies auf das Automobil übertragen?<br />
Die &#8220;Infotainment&#8221; Funktionen in einem Fahrzeug (insbesondere der Mittel-/Oberklasse) können differenzierende Faktoren sein.<br />
Wie erreicht nun ein OEM, dass sein Angebot attraktiv(-er) ist? Zwar mag ein kurzfristiges Wettrüsten, der durch die OEMs angebotenen Dienste, hier für einen kurzfristigen Vorsprung sorgen aber sobald der erste relevante Hersteller  &#8211; vielleicht einfach aus Kostengründen- über seinen Schatten springt und eine für dritte offene Plattform anbietet ist der Damm gebrochen. OEMs in einer Rolle als Content-/Dienstanbieter haben meiner Meinung nach keine Chance gegen die auf einer offenen Plattform in kurzer Zeit zu erwartenden  Anwendungen zu konkurrieren. Dazu sind sie schon rein strukturell (unterschiedliche Innovationszyklen in der Fahrzeugentwicklung ) kaum in der Lage. Über kurz oder lang werden alle Hersteller zu offenen Plattformen wechseln müssen.</p>
<p>Mittelfristig entscheidend für den Erfolg der OEMs in diesem Bereich wird also sein wer diesen Schritt als erster und konsequent genug geht.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung von Conti/VDO als 1st Tier Zulieferer  ein Schritt in die richtige Richtung und kurzfristig erfolgsversprechend.</p>
<p>Auch die Wahl von Android erscheint sinnvoll. Android ist eine hinreichend offene Plattform die zur Zeit viel Momentum hat. Android ist &#8220;reale Software&#8221;  und hat seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt, weiterhin verfügt es  über eine Entwicklergemeinde.<br />
Im Vergleich zu einer &#8220;selbst geschaffenen Plattform&#8221; eindeutig die richtige Wahl um das Problem der kritischen Marktgrösse zu umschiffen.<br />
(Entwicklung durch Dritte findet nur statt, wenn der Zielmarkt hinreichend gross/attraktiv ist, dies Problematik wird durch die Möglichkeit Anwendungen die primär für Mobiltelefone entwickelt wurden anzupassen entschärft.)</p>
<p>Spannend ist nun welcher OEM sich als erster bewegt.<br />
Wenn ich meinen Hauptsitz in Stuttgart, Rüsselsheim, Wolfsburg oder Ingolstadt hätte würde ich jetzt zum Hörer greifen und in Hannover anrufen.<br />
Aber wer weiss, vielleicht hat München ja schon einen Termin in Cupertino?</p>
<p>Auch für <a>uns</a> bedeutet dies eine Umstellung in den Lösungsarchitekturen, bis dato beruhten unsere Telematik-Lösungen/Bausteine primär auf  serverseitiger Infrastruktur. Das wird sich nun ändern.  Very well.</p>
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